Was genau ist Surströmming?​

Der Name des Gerichtes setzt sich aus zwei schwedischen Wörtern zusammen: "Sur" bedeutet so viel wie "sauer, gärig" und "strömming" ist die schwedische Bezeichnung für den Ostseehering. Die Fermentierung oder Gärung ist weltweit eine bewährte Methode, Lebensmittel haltbar zu machen (man denke beispielsweise an unser Sauerkraut), und schon die alten Römer kannten fermentierten Fisch. In Nordschweden galt der Surströmming traditionell als Alltagsnahrung der Bauern und war außerdem Proviant auf langen Seereisen.
schweden flagge

Eine Spezialität für Kenner: Surströmming

Es ist ein kulinarisches Abenteuer und – seien wir ehrlich – es stinkt zum Himmel. In Schweden jedoch ist Surströmming eine Spezialität mit langer Tradition und gilt als Delikatesse. Damit Sie den gegorenen, fermentierten Hering aus der Dose richtig genießen können, sollten Sie ein paar Dinge wissen:

Wie wird Surströmming hergestellt?

Im Frühjahr werden in der Ostsee laichreife Heringe gefangen. Sie werden gereinigt und zunächst für 24 Stunden in eine starke Salzlake gelegt. In einer etwas schwächeren Salzlösung lagern sie danach für 8 Wochen in offenen Behältern (traditionell in Holzfässern), wo sie zu gären beginnen. Dabei bilden sich stark riechende Substanzen wie Propan-, Butter- und Essigsäure sowie Schwefelwasserstoff – es entsteht der für den Surströmming so charakteristische penetrante Geruch. Etwa einen Monat vor Saisonbeginn (das Produkt kommt immer im August in den Handel) wird der fermentierte Fisch in Dosen abgepackt, wo die Gärung jedoch weitergeht. Durch die sich dabei bildenden Gase erhalten die Dosen ihre typische Wölbung. Dass deshalb eine „Explosionsgefahr“ besteht, wie manche behaupten, ist allerdings Legende.

Wie bereitet man Surströmming zum Genuss vor?

Der Hering wird zunächst gründlich unter fließendem Wasser abgespült und anschließend noch eine Weile gewässert. Auf diese Weise verliert er den penetranten Geruch und kann beim Genuss seinen angenehm milden Geschmack entfalten.

Wie wird Surströmming serviert?

Traditionell isst man Surströmming in Schweden auf „Tunnbröd“, einer Art süßlichem Fladenbrot. Es wird mit Butter oder Schmand bestrichen, mit gehackten roten Zwiebeln bestreut und mit ein paar Stückchen Surströmming belegt. Das Ganze kann wie ein Wrap aufgerollt werden. Dazu gibt es saure Sahne und Pellkartoffeln. Dazu trinken die Schweden entweder ein Glas kalte Milch oder ein kühles Bier, den krönenden Abschluss bildet ein Schnäpschen.